Set zum Freitag #457 – Ben Klock

Set zum Freitag #457 – Ben Klock
Bild: © Matheus Bertelli

Ben Klock hat für HATE einen tiefen sowie seriösen Mix kreiert. Basierend auf Kicks, minimalistischen Synthesizer Loops und subtilen, modulierten Texturen, erzeugt Ben Klock eine fabelhafte akustische Tiefe sowie melancholische, mitunter obskure Ästhetik. Mal monumental, roh und intensiv, mal feinfühlig und sehnsuchtsvoll oszilliert der Mix zwischen unterschiedlichen Koloriten, und entfaltet dabei eine faszinierende, hypnotisierende Sogwirkung. Aus diesem versierten Zusammenspiel erwächst sukzessive eine akustische Tiefe von beunruhigender Schönheit.

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Ibukun Sunday – Olùsìn [Worshippers]

Ibukun Sunday – Olùsìn [Worshippers]

Mit Olùsìn [Worshippers] veröffentlicht der nigerianische Produzent Ibukun Sunday ein neues Album, das westafrikanisches Rhythmusgefühl versiert mit tiefem sowie emotionalen Sounddesign verbindet. Der aus Lagos stammende und heute in London lebende Ibukun Sunday hat sich einen festen Platz in der elektronischen Musikszene erarbeitet. Er vereint in seiner Musik bewährte westafrikanische Traditionen mit der ätherischen Synthese zeitgenössischer Ambient Klänge und verwebt dabei seine Kompositionen mit Field Recordings aus seiner Heimat sowie tiefgründigen philosophischen Gedanken zu Existenz, Menschsein und Glauben. Olùsìn [Worshippers] knüpft an einen Klangstil an, den er bereits auf einer Reihe von Veröffentlichungen offenbart hat und besticht erneut durch elegante, sich wiederholende Motive, geisterhafte Drones und Klangflächen, subtil aufkeimende Rhythmen sowie flirrende Klangtexturen. Im Resultat schafft Ibukun Sunday mit minimalistischen Kompositionen eine tiefgreifende emotionale, nahezu sakrale Wirkung.

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Set zum Freitag #456 – Jonnnah

Set zum Freitag #456 – Jonnnah
Bild: © Mathias Reding

Der in Lyon lebende DJ und Produzent Jonnnah hat für Inverted Audio einen einstündigen Mix kreiert, der tiefen Techno auf fabelhafte Weise mit einer nahezu zärtlichen, atmosphärischen Wärme verschmelzen lässt. Es sind insbesondere die nahtlosen, feinfühlig modulierten Übergänge, die die Hörerinnen und Hörer auf eine faszinierende akustische Erzählung mitnehmen. Das daraus resultierende Werk funktioniert gleichermaßen im Club, Zuhause oder auf einer nächtlichen Zugfahrt.

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Sarah Davachi – The Will of Tongues

Sarah Davachi – The Will of Tongues

Mit The Will of Tongues veröffentlicht Sarah Davachi ein zutiefst eindringliches Werk, das mit einer Laufzeit von über zwei Stunden ein Höchstmaß an konzentrierter Aufmerksamkeit einfordert. Die kanadische Komponistin kreieret auf The Will of Tongues eine streng konzipierte Klangarchitektur, die sich abseits des klassischen Ambient bewegt und stattdessen eine intensive, nahezu sakrale Wirkung entfaltet. Insbesondere durch die bewusste Entschleunigung schafft das Werk eine subtile emotionale Vehemenz, der es sich kaum entziehen lässt.

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Set zum Freitag #455 – Katatonic Silentio

Set zum Freitag #455 – Katatonic Silentio
Bild: © Maria Orlova

Die italienische Klangkünstlerin Katatonic Silentio hat für The Observatory einen einstündigen Mix kreiert, der uns unweigerlich in ihre tiefe sowie originelle Klangwelt eintauchen lässt. Oszillierend zwischen Ambient, Dub Techno, Leftfield Electronica sowie cineastischen Klängen und feinfühligen atmosphärischen Passagen schafft Katatonic Silentio eine fabelhafte dramaturgische Dichte. Das Resultat ist von einer hypnotischen Sogwirkung, der es sich kaum entziehen lässt.

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Tokoro Wohnen – Bing Industries

Tokoro Wohnen – Bing Industries

Das britische Duo Martyn Riley und Beth Robertson, auch unter dem gemeinsamen Pseudonym Tokoro Wohnen bekannt, nähert sich auf der jüngsten Veröffentlichung Bing Industries in vier feinfühligen Werken den architektonischen Phantomen der britischen Schwerindustrie. Im Epizentrum der Inspiration stehen die Shale Bings von West Lothian – jene monumentalen, weit aufragenden Abraumhalden, die als steinerne Zeugen der einst florierenden schottischen Schieferölindustrie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts die Landschaft überdauern. Wo einst rauchende Schlote den Fortschritt der Moderne verkündeten, transformiert das Duo die industrielle Melancholie nun in eine faszinierende, beinahe sakrale Klangästhetik. Es gelingt ihnen das Kunststück, den rauen, schweren Geist der Vergangenheit in eine feingliedrige, elektronische Textur zu übersetzen, die emotional und intellektuell beansprucht. Dabei verzichtet Bing Industries auf jegliche industrielle Brachialität und entfaltet stattdessen eine unerwartet subtile wie ebenso fragile musikalische Ästhetik, die eine nahezu geisterhafte Präsenz heraufbeschwört.

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Set zum Freitag #454 – Richard Akingbehin

Set zum Freitag #454 – Richard Akingbehin
Bild: © Usman Abdulrasheed Gambo

Basierend auf seinem versierten sowie originellen Ansatz hat Richard Akingbehin einen knapp dreistündigen Mix kreiert, der fließende wie hypnotisierende Klangtexturen mit pulsierenden Rhythmen verschmelzen lässt. Der nun auf Bassiani veröffentlichte Mix wurde bereits Anfang Mai im Rahmen der Amsterdamer Veranstaltungsreihe Eerste Communie aufgenommen und besticht durch eleganten Techno sowie seiner zutiefst betörenden Wirkung. Insbesondere fasziniert dabei die feinfühlige Balance aus Dynamik, Verve sowie einer unbeschwerten Leichtigkeit, die den Mix gleichzeitig fokussiert und schwebend erscheinen lässt.

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